„Nanas Gschechta“ von Martina Büchel
Wir nehmen die Buchpräsentation von „Nanas Gschechta“ zum Anlass für eine Ausstellung, die einen Blick in das Leben früherer Zeiten wirft. Glichzeitig mit der Präsentation des Buches wird an diesem Abend die Ausstellung „alti Gschechta und alti Sacha“ eröffnet.

Begrüssung von Maria Kaiser, Vorsteherin der Gemeinde Ruggell
Einführende Worte von Johannes Inama, Leiter Küefer-Martis-Huus
Gespräch mit den beiden Herausgeberinnen Patricia Büchel und Michèle Steffen
Lesung von Martina Büchel
anschliessend Apéro

Martina Büchel: „Nanas Gschechta“. Herausgegeben von Particia Büchel und Michèle Steffen in Zusammenarbeit mit dem Küefer-Martis-Huus. Ruggell 2015. 85 Seiten. ISBN 978-3-033-05061-7 (erhältlich im Küefer-Martis-Huus)

 

Seit vielen Jahren schreibt die gebürtige Schellenbergerin Martina Büchel Geschichten vom Leben in ihrer Kindheit und Jugend in Schellenberg und den Jahren nach ihrer Heirat in Ruggell. Seit dem vergangenen Jahr hat ihre Enkelin Patricia Büchel zusammen mit der befreundeten Grafikerin Michéle Steffen diese Geschichten gesammelt, aus der handschriftlichen Form transkribiert und für ein Buch zusammengestellt, das sie ursprünglich nur für die Familie produzieren wollten. Nun ist das Interesse an dieser Sammlung von ausgewählten Texten aber so groß, dass die beiden in Zusammenarbeit mit dem Küefer-Martis-Huus das Buch in überarbeiteter Form für einen breiten Leserkreis neu herausgeben werden.

Martina Büchel
Martina Büchel wurde am 6. Juli 1924 geboren. Mit ihren 5 Brüdern wuchs sie in bescheidenen Verhältnissen in der Liechtensteiner Gemeinde Schellenberg auf. Durch die Heirat mit Urban Büchel zog Martina Büchel in den Haushalt der „Loza Schuahmachers“ in Ruggell. Sie arbeitete tatkräftig im gemeinsamen Bauernbetrieb mit und sorgte sich mit viel Hingabe um ihre vier Kinder und die bereits ins Alter gekommenen Schwiegereltern. Nach Urban Büchels Tod wurde der Bauernbetrieb aufgelöst. Martina Büchel lebt im Kreis ihrer Familie nach wie vor im alten Bauernhaus, in dem sie auch eine Sammlung mit alten Kulturgütern eingerichtet hat.
 
Blick in eine vergessene Welt aus der Perspektive einer Frau
Martina Büchel hat schon seit einigen Jahren ihre Erinnerungen handschriftlich in Heften festgehalten und diese bei manchen Gelegenheiten auch vorgetragen. Geschichten, die das Leben von früher einfangen und vor allem von tief empfundener Menschlichkeit handeln. „Menschen anzunehmen, mit ihren guten und weniger guten Eigenschaften. Den Willen jedes Menschen respektieren, Regeln, die im Leben bedeutsam sind beachten, zum Wohl für uns und unsere Mitwelt. Menschenfreundlichkeit, Liebe müsste in den ersten Zeilen ihren Platz finden. Stete Weiterbildung beachten. Mut und Kraft schöpfen, in inniger Verbundenheit mit Gottvertrauen, sowie das Leben bejahen.“
Ihre Texte handeln davon, wie beschwerlich und mühsam, wie bescheiden und doch nicht unglücklich das Leben in früheren Zeiten war. Und zwischen allen Zeilen spürt man Martina Büchels Liebe zu den Menschen und das Interesse an den vielen kleinen Dingen des Alltags.

Termin(e):
Freitag, 22.05.2015 19:30
22.05.2015 19:30