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SUMMARY:26.04.: Gebärdensprache als Muttersprache. Ein Tag über Hände und ihre Geschichten
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DESCRIPTION:So 26. April, 13.00 – 17.00 Uhr

Gebärdensprache als Muttersprache
Ein Tag über Hände und ihre Geschichten
In Kooperation mit dem Gehörlosen Kulturverein Liechtenstein

Ein Nachmittag zum Zuhören, Zuschauen und Mitmachen – für alle, die
neugierig auf andere Sprachen und Formen des Sprechens sind. Die
Veranstaltung wird in Deutschschweizer Gebärdensprache moderiert und auf
Deutsch übersetzt. Die dialogische Führung findet auf Deutsch statt und
wird auf Deutschschweizer Gebärdensprache übersetzt.

Gebärdensprache ist eine vollwertige Sprache – für viele Menschen
gleichzeitig Identität, Kultur und Menschenrecht. An diesem Nachmittag
rücken wir gemeinsam mit dem Gehörlosen Kulturverein Liechtenstein die
Hände ins Zentrum: als Werkzeuge der Kommunikation, des Denkens und des
Zusammenlebens.

 

Um 13 Uhr führt Doris Hermann, Verantwortliche für Gehörlosenkultur in
Liechtenstein, gemeinsam mit Christa Notter, Leiterin Bachelor
Gebärdensprachdolmetschen Hochschule für Heilpädagogik Zürich, in die
Geschichte und Kultur der Gebärdensprachen ein. Der Vortrag sensibilisiert
für das Recht gehörloser Menschen auf ihre eigene Sprache und informiert
zu sprachlicher Diskriminierung.

Um 14 Uhr laden wir zu einem Gebärden-Crashkurs ein. In einer kleinen
Gruppe (max. 10 Personen) lernen wir spielerisch erste Gebärden, kommen
ins gemeinsame Kommunizieren und erleben, wie Hände Sprache sichtbar
machen. Mit Bitte um Anmeldung an kmh@adon.li.

Um 14:45 Uhr zeigen wir in Anwesenheit des Regisseurs Stanko Pavlica «Die
Zeit läuft für uns», einen Dokumentarfilm über Markus Huser, Visionär,
Pionier und Reformer der 1980er Zeiten für die Selbstbestimmung der
Gehörlosen in der Schweiz. Der Film schafft Einblicke in gehörlose
Lebensrealitäten und zeigt Perspektiven auf Sprache, Alltag und
Gemeinschaft.

Um 16:15 Uhr sprechen Annett Höland, Lukas Zerbst und Martina Morger im
Rahmen einer dialogischen Führung über ihr Videoprojekt er|fas|sen –
Versuch einer Geste. Für die Videoarbeit haben 16 verschiedene Personen
eine vorgegebene Reihe von Begriffen ausschliesslich mit frei
interpretierten Hand- oder Körpergesten interpretiert. Im Zentrum steht
die Frage, wie Kommunikation jenseits von gesprochener Sprache
funktionieren kann.
Für Erfrischungen und Snacks zwischendurch ist gesorgt.
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